Eine Welt-Laden
»Christi Himmelfahrt«

Das Projekt in Kenia

Die Welt "fair"-ändern
Im März 1991 gründeten wir in unserer Pfarrgemeinde Christi Himmelfahrt, München-Waldtrudering einen "Eine Welt-Laden". Seit den Anfängen im Baucontainer während des Neubaus unseres Pfarrheimes und dem monatlichen Verkauf aus Waschkörben hat sich sehr viel verändert. Heute haben wir einen festen Standort im Pfarrzentrum und können unsere Waren dort auch lagern.

Wie kam es zur Idee des Eine Welt-Ladens?
1990 lernte Ulrike Barth während eines dreimonatigen Praktikums an einer Gehörlosenschule in North Kinangop (Kenia) eine Ordensfrau von der benachbarten Missionsstation kennen.
Sr. Ida gehört zur Ordensgemeinschaft der Suore Dimesse, deren Mutterhaus sich in Padua/Italien befindet. Dieser Orden hat seit vielen Jahren Missionen in Brasilien, Kenia und Indien. Der Beginn einer Neugründung in Tansania steht derzeit an. Die ersten Dimesse-Schwestern begannen ihre Arbeit in Kenia vor über 40 Jahren. Sie bauten Missions- bzw. ambulante Krankenstationen und Schulen in den Gebieten von Nyahururu und Laikipia auf. Nach der Rückkehr von Ulrike Barth, ihren Erfahrungen und Berichten erwachte in ihrer Familie der Gedanke, ein Patenschaftsprojekt für Kinder und Jugendliche ins Leben zu rufen.

Aber wie?
Die Idee eines "Eine Welt-Ladens" wurde geboren. Wir, eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten, knüpften die ersten Kontakte zur gepa (Gesellschaft für Partnerschaft), testeten verschiedene Produkte, diskutierten die Vielfalt unseres Angebotes. Wir entschieden uns, durch den Einkauf bei der gepa die Welt ein Stück weit zu "fair"-ändern. Durch unseren Beitrag unterstützen wir beim täglichen Kaffee- oder Teegenuss die vielen, kleinen Kooperativen z. B. Süd- und Mittelamerika, die nicht nur gerechte Preise an ihre Bauern und Plantagenarbeiter zahlen, sondern viele ihrer Produkte auch nach ökologisch und biologisch einwandfreien Grundlagen anbauen. Darüber hinaus leiten wir die Gewinnspanne aus dem Verkauf unserer Produkte an Sr. Ida weiter, mit der sich mit den Jahren ein sehr guter und regelmäßiger, ja sogar freundschaftlicher, Kontakt entwickelt hat.

Sr. Ida arbeitet heute auf „TABOR HILL“, einem katholischen Bildungszentrum im Hochland ca. 250 km nördlich von Nairobi, direkt am Äquator auf einer Höhe von 2.450 m. In diesem Haus finden verschiedene Kurse für Pfarrgemeinderäte, Fortbildungen oder Seminare statt
(u. a. eine von MISSIO unterstützte dreimonatige Ausbildung zum Katecheten, Cisret Projekt). Das Haus bietet derzeit 185 Personen Platz.

Unsere Gelder, die über MISSIO an Sr. Ida überwiesen werden, finden sehr vielfältigen Einsatz. In erster Linie ermöglichen wir derzeit rund 50 Kindern und Jugendlichen den Kindergarten- bzw. Schulbesuch oder finanzieren ihnen eine Ausbildung zum Schreiner, Mechaniker, Schneiderin, Hauswirtschafterin oder Krankenschwester. Alle Patenkinder kommen aus sehr kinderreichen Familien aus dem näheren Umkreis des Bildungshauses und haben oft nur noch einen Elternteil oder sind Vollwaisen. Die Immunschwächekrankheit Aids reißt – auch in Kenia – leider sehr viele Familien auseinander. Unsere Jugendlichen helfen am Wochenende und in den Ferien tatkräftig in der Küche, Waschküche oder in der Landwirtschaft mit. Das ist vor allem für die Jugendlichen wichtig, so können sie ihren eigenen Beitrag für die finanzielle Hilfe an das Bildungshaus zurückgeben.

Das Leben in Kenia

Reisen in Kenia

10.05.2009 ©webmaster@eine-welt-laden.de